E&G – Quaternary Science Journal
 

Vol. 57 No 3-4: The Heidelberg Basin Drilling Project

Chefherausgeber Holger Freund
Gastherausgeber Gerald Gabriel, Dietrich Ellwanger, Christian Hoselmann, Michael Weidenfeller
Herausgeber DEUQUA – Deutsche Quartärvereinigung e.V.
Tags oberrheingraben, pollenanalyse, korrelation, sedimente, heidelberger becken, bohrprojekt, ludwigshafen, heidelberg basin, viernheim, forschungsbohrung, depozentrum, sedimentakkumulation, pleistozän, pilozän, pleistozäne mollusken, waal-warmzeit, lumineszenz-datierung
Journal 184 Seiten URN Lizenz 80x15
Format 17 x 24 cm DOI 10.3285/eg.57.3-4 Sprache English, German
Bindung Softcover ISSN 0424-7116 Datum 2009-04-01
Anzeigen PDF 10 MB Heft 54,00€

Inhaltsverzeichnis

Kurzfassung

Seit dem späten Pliozän / frühen Pleistozän stellt der Rhein als einer der größten europäischen Flüsse das einzige Entwässerungssystem dar, welches die Alpen mit der Nordsee verbindet. Auf seinem Verlauf von den Alpen bis hin zum Ärmelkanal passiert er unterschiedliche geomorphologische und geologische Einheiten, von denen der Oberrheingraben die Hauptsedimentfalle bildet. Während die alpinen Vorlandbecken aufgrund der hohen Dynamik des Gesamtsystems nur ein geringes Erhaltungspotenzial hinsichtlich der Sedimentablagerung aufweisen, und das Ablagerungsgebiet unmittelbar an der Nordseeküste mehrfach signifikant durch pleistozäne Meeresspiegelschwankungen beeinflusst wurde, bietet die andauernde Subsidenz des Oberrheingrabens einmalige Bedingungen für die kontinuierliche Akkumulation von Sedimenten. Die beiden größten Sedimentfallen sind dabei das Geiswasser Becken im südlichen Teil sowie das Heidelberger Becken im Nordosten. Generell nimmt die mittlere Korngröße der im Oberrheingraben abgelagerten alpinen Sedimente von Süden nach Norden ab. Das Heidelberger Becken fungiert als distale Falle im Oberrheingraben für alpine Sedimente, die durch den Rhein Richtung Norden transportiert werden. Hier ist die kontinuierliche Ablagerung von Sedimenten weniger stark durch Diskontinuitäten gestört als im südlichen Teil des Rheingrabens. Daher stellt das Heidelberger Becken eine Schlüsselposition für das Verständnis der glazialen Entwicklung der Alpen seit dem späten Pliozän und darüber hinaus für einen Vergleich mit der glazialen Entwicklung Nordeuropas dar (ELLWANGER et al. 2005).

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